Google ergänzt Android um Gemini-gestützte Schutzfunktionen gegen Betrugsnachrichten und gefälschte Anrufe

Google ergänzt Android um Gemini-Prüfungen in Messages, Warnungen vor Links, Maskierung bei Bildschirmfreigabe und Kontrolle der Rufumleitung.

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Google ergänzt Android um Gemini-gestützte Schutzfunktionen gegen Betrugsnachrichten und gefälschte Anrufe
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Google hat eine Reihe von Android-Schutzfunktionen angekündigt, die betrügerische Nachrichten, gefälschte Bankanrufe und Missbrauch der Rufumleitung unterbinden sollen. Die Maßnahmen kombinieren eine cloudbasierte Analyse mit Gemini, Linkprüfungen direkt auf dem Gerät und neue Einschränkungen dafür, wie Apps und Nutzer die Rufumleitung aktivieren können.

Die Schutzfunktionen werden laut einem BleepingComputer-Bericht vom 15. Oktober 2026 für berechtigte Geräte ausgerollt. Der Bericht nennt weder die unterstützten Android-Versionen noch die Geräte oder Regionen. Nutzer sollten daher nicht davon ausgehen, dass jede Funktion auf jedem Android-Smartphone sofort verfügbar ist.

Messages erhält optionale Cloud-Analyse

Google Messages bekommt ein cloudbasiertes System, das komplexe Unterhaltungen mit unbekannten Absendern auf Anzeichen von Betrug prüfen soll. Die Verarbeitung findet in Googles verschlüsselter Umgebung Private AI Compute statt und basiert auf Gemini.

Diese Schutzfunktion ist standardmäßig deaktiviert. Nutzer müssen sie also aktivieren, bevor ihre Unterhaltungen die zusätzliche Cloud-Analyse erhalten können.

Eine separate Prüfung auf dem Gerät nutzt Gemini Nano, das als lokales KI-Modell beschrieben wird. Sie bewertet unbekannte Links anhand aktueller Webignale. Außerdem zeigt Messages deutlichere Warnungen an, bevor ein Nutzer einen Link öffnet, der von einer Nummer stammt, die nicht in den Kontakten gespeichert ist.

Google zufolge erkennen die bestehenden Erkennungssysteme von Phone und Messages bereits monatlich mehr als 5 Millionen mutmaßliche Betrugsanrufe und -nachrichten. Diese Zahl bezieht sich auf die bestehenden Schutzfunktionen. Sie misst nicht, wie viele Bedrohungen die neu angekündigten Funktionen erkannt haben. Google erwartet, dass die Ergänzungen weitere Betrugsversuche identifizieren, doch das ist eine Prognose und kein gemeldetes Ergebnis.

Das Unternehmen plant außerdem, die Betrugserkennung auf dem Gerät für Chat-Benachrichtigungen, die zuvor auf Pixel-Smartphones eingeführt wurde, später in diesem Jahr über Android-Gerätepartner für Hunderte Millionen weitere Nutzer verfügbar zu machen. Das ist eine geplante Ausweitung und kein abgeschlossener Rollout.

Bildschirmfreigabe verbirgt künftig mehr sensible Felder

Die bestehenden Maskierungsfunktionen von Android werden auf Chrome und Android WebView ausgeweitet. Während einer Live-Bildschirmfreigabe blendet das System Anmeldefelder und Zahlungsseiten aus.

Die Änderung zielt auf Betrugsmaschen, bei denen Angreifer ein Opfer dazu bringen, den Bildschirm zu teilen, und dann zusehen, wie Zugangsdaten oder Finanzdaten eingegeben werden. Die Maskierung verringert diese Gefährdung, klärt aber nicht, ob die Person, die die Sitzung steuert, vertrauenswürdig ist.

Android verschärft die Kontrolle der Rufumleitung

Die angekündigten Schutzfunktionen richten sich auch gegen Betrug mit Rufumleitung. Dabei können eingehende Anrufe umgeleitet werden, ohne dass dem Opfer vollständig klar ist, was sich geändert hat.

Android verhindert künftig, dass Apps die Rufumleitung im Hintergrund stillschweigend aktivieren. Gibt ein Nutzer manuell einen MMI-Code ein, der eine Rufumleitung aktivieren würde, zeigt das Betriebssystem eine Warnung an, bevor der Code wirksam wird. (MMI-Codes sind Tastenkombinationen, mit denen Telefonfunktionen direkt im Netz gesteuert werden.)

Diese Kontrollen setzen an zwei Stellen Hürden: wenn eine App die Änderung ohne eindeutige Handlung des Nutzers vornehmen will und wenn ein Nutzer während eines betrügerischen Anrufs oder Nachrichtenwechsels dazu gebracht wird, einen Umleitungscode einzugeben.

Verifizierte Bankanrufe kommen zu weiteren Instituten

Google baut außerdem ein System aus, das prüft, ob ein eingehender Anruf tatsächlich vom Callcenter einer teilnehmenden Bank stammt. Schlägt die Prüfung fehl, wird der Anruf automatisch beendet.

Das System wurde früher in diesem Jahr eingeführt und wird nun auf weitere Finanzinstitute ausgedehnt, darunter Revolut und andere internationale Organisationen. Google zufolge haben verifizierte Bankanrufe seit Juni allein für Banco do Brasil und Itaú Unibanco mehr als 3 Millionen betrügerische Anrufe blockiert.

Diese Summe ist enger gefasst als Googles monatliche Zahl zu mutmaßlichen Betrugsanrufen und -nachrichten. Sie bezieht sich ausschließlich auf die seit Juni für diese beiden Banken blockierten Anrufe.

Was Android-Nutzer tun sollten

Da die Verfügbarkeit von der Geräteberechtigung abhängt, sollten Nutzer nach System- und App-Updates suchen, statt davon auszugehen, dass alle Schutzfunktionen bereits aktiv sind. Wer die neue Cloud-Analyse in Google Messages angeboten bekommt, muss sie manuell aktivieren.

Nutzer sollten außerdem die Identität eines Anrufers oder Absenders selbstständig prüfen, bevor sie sensible Informationen herausgeben, Kontoeinstellungen ändern oder Anweisungen zu MMI-Codes befolgen. Eine Nachricht, die von einer Bank zu stammen scheint, oder eine Stimme, die einer vertrauten Person ähnelt, sollte allein kein Beweis für die Identität sein.

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Quellen

Dieser Artikel ist eine eigenständige Aufbereitung auf Basis der folgenden Quellen.

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