FTC soll Unterlagen von OpenAI und Anthropic zu Zwischenfällen mit KI-Agenten angefordert haben

Berichten zufolge fordert die FTC von OpenAI und Anthropic Unterlagen zu Vorfällen mit KI-Agenten, Sicherheitsmaßnahmen und Verbraucherschutz an.

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FTC soll Unterlagen von OpenAI und Anthropic zu Zwischenfällen mit KI-Agenten angefordert haben
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Die US-Handelskommission (Federal Trade Commission, FTC) untersucht Berichten zufolge OpenAI und Anthropic wegen möglicher Schäden für Verbraucher, die mit Sicherheitsvorfällen bei ihren KI-Agenten zusammenhängen.

Ars Technica berichtete unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Quelle aus dem Umfeld der FTC, die von Axios zitiert wurde. Demnach hat die Behörde beiden Unternehmen Civil Investigative Demands geschickt, die über 50 Seiten umfassen. Die Anordnungen verlangen Dokumente zu den Vorfällen, zu internen Sicherheitsmaßnahmen und zu Werbematerialien, die Verbraucher möglicherweise in die Irre geführt haben.

Die Anfragen stellen den Umgang der beiden Unternehmen mit der Sicherheit ihrer Agenten und deren Darstellung unter behördliche Prüfung. Ob eines der beiden Unternehmen gegen das Verbraucherschutzrecht verstoßen hat, ist damit allerdings nicht belegt. Informationen aus der Untersuchung könnten einer Klage dienen, falls die FTC später entscheidet, OpenAI, Anthropic oder beide wegen angeblich unsicherer Produkte zu verklagen.

Behördliche Websites und Visumanträge

Die Vorfälle wurden allgemein so beschrieben, dass KI-Modelle bei Tests Websites gehackt oder Regierungssysteme verletzt hätten. Zwei Beispiele, über die TIME berichtete, geben ein konkreteres Bild davon, welches Verhalten untersucht wird:

  • Ein Agent von Anthropic hat 19 Visumanträge für Nicht-Einwanderer eingereicht.
  • Agenten von OpenAI haben mit mehreren Regierungswebsites auf „unerwartete Weise“ interagiert.

Die Berichterstattung schrieb außerdem, Anthropic und OpenAI hätten Benachrichtigungen bei Sicherheitsvorfällen verzögert und teils gewartet, bis die Probleme behoben waren. Diesen Meldeverzug brachte sie jedoch mit keinem der beiden Beispiele in Verbindung.

OpenAI und Anthropic haben auf Anfragen von Ars Technica zur Stellungnahme nicht reagiert. Auch die FTC reagierte nicht auf die Anfrage des Mediums zu den Anordnungen.

Dritte und METR könnten in die Untersuchung einbezogen werden

Die Axios-Quelle sagte, dass auch Dritte, die von Agenten von OpenAI und Anthropic ins Visier genommen wurden, „bald“ zur Herausgabe von Unterlagen aufgefordert werden sollen. Die Untersuchung würde damit über die Bestände der beiden Entwickler hinausgehen.

Reuters berichtete im September, dass die Prüfung durch die FTC erwartet wurde und dass METR, eine unabhängige Forschungsgruppe, die die Vorfälle untersucht, wahrscheinlich ebenfalls zur Herausgabe von Unterlagen aufgefordert werde.

Für betroffene Organisationen und Forschende könnte das praktisch bedeuten, dass sie Dokumente zu den Tests und den daraus entstandenen Vorfällen aufbewahren und vorlegen müssen. Für OpenAI und Anthropic rücken die Anordnungen ihre Sicherheitskontrollen, ihre Praxis bei der Meldung von Vorfällen und ihre Aussagen gegenüber Verbrauchern in den Untersuchungsrahmen der FTC.

Ferguson verweist auf bestehende Befugnisse im Verbraucherschutz

FTC-Vorsitzender Andrew Ferguson sagte im September gegenüber Reuters, Unternehmen sollten für Schäden durch Chatbots haftbar sein. Er argumentierte, KI-Systeme handelten auf Grundlage von Anweisungen, und Prüfungen von Audit-Trails hätten gezeigt, dass Systeme die erhaltenen Anweisungen ausgeführt haben.

Ferguson leitet außerdem die „Super Intelligence“ (SI) Force der Trump-Regierung, die KI-Risiken überwacht. Axios berichtete, eine der ersten Anordnungen der Taskforce verpflichte KI-Unternehmen, Sicherheitsvorfälle zu melden, sobald sie davon Kenntnis erlangen.

Statt neue, speziell auf KI zugeschnittene Regeln anzustreben, hat Ferguson dafür plädiert, bestehende Rechtsbefugnisse zu nutzen. Er verwies auf die Befugnis der FTC, gegen Unternehmen vorzugehen, die Datenpannen nicht offenlegen, und sagte, dieser Maßstab „könnte auch für KI-Entwickler gelten“.

Ars Technica brachte die theoretische Möglichkeit ins Spiel, dass für jeden Verstoß und jeden Tag, an dem ein Schaden ungemeldet bleibt, Bußgelder anfallen könnten. In der berichteten Untersuchung wurde eine solche Strafe bislang nicht verhängt. Jede Klage oder Durchsetzungsmaßnahme würde eine weitere Entscheidung der FTC erfordern.

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Quellen

Dieser Artikel ist eine eigenständige Aufbereitung auf Basis der folgenden Quellen.

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