Große Websites blockieren KI-Agenten beim Einkaufen, Banking und Buchen

Große Websites schränken KI-Agenten bei Konten, Käufen und Buchungen ein. Banken, Fluggesellschaften und Amazon setzen Grenzen.

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Große Websites blockieren KI-Agenten beim Einkaufen, Banking und Buchen
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Große Websites schränken autonome KI-Agenten ein, wenn sie auf Konten zugreifen, Produkte kaufen oder Reisen buchen sollen. Davon sind Aufgaben betroffen, die Unternehmen wie OpenAI, Meta, Google, xAI und Instinct nach eigenen Angaben mit ihrer Software erledigen können.

In den vergangenen Wochen meldeten Nutzer von Metas Muse, xAIs Grok, OpenAIs Dots und dem Agenten von Instinct Fehler bei bekannten Diensten. Das geht aus einem Bericht, den The Verge am 17. Oktober 2026 veröffentlichte, hervor. Einige Einschränkungen haben die Betreiber der Websites bestätigt, andere stützen sich nur auf Nutzerberichte.

Für Nutzer bedeutet das Folgendes: Ein Agent kann unter Umständen einen Kauf recherchieren oder eine Transaktion vorbereiten, aber trotzdem nicht einloggen, bezahlen oder eine Buchung abschließen. Diese Schritte erfordern dann möglicherweise die direkte Interaktion eines Menschen mit der Website.

Banken, Fluggesellschaften und Bewertungsplattformen setzen Grenzen

JPMorgan Chase und Charles Schwab bestätigten, dass sie KI-Agenten aus Sicherheitsgründen den Zugriff auf Kundenkonten verwehren, wie The Verge berichtete. Delta Air Lines blockiert Agenten ebenfalls, wenn sie Tickets für Nutzer buchen sollen.

Yelp verfolgt ein anderes Modell. Laut einem von The Verge zitierten Bericht von TechCrunch erlaubt das Unternehmen Agenten den Zugriff nur über sein kostenpflichtiges Datenlizenzprogramm. Der Zugang ist damit eine kommerzielle Vereinbarung und keine Funktion, die jeder Agent nutzen kann, der über ein gewöhnliches Nutzerkonto arbeitet.

Nutzer berichteten außerdem, dass Cars.com und Amtrak, die zuvor mit ihren Agenten funktioniert hatten, nicht mehr erreichbar seien. Diese Berichte belegen jedoch nicht, dass eines der beiden Unternehmen bewusst eine agentenspezifische Sperre eingeführt hat.

Die Einschränkungen zeigen einen grundlegenden Konflikt im Agentendesign. KI-Anbieter stellen ihre Systeme als Vertreter dar, die im Auftrag des Nutzers handeln. Betreiber von Websites können automatisierte Sitzungen dagegen als Bots betrachten, die Zugriffsregeln, Betrugskontrollen und kommerziellen Datenrichtlinien unterliegen.

Amazon geht gegen Agenten vor, die im Auftrag von Kunden einkaufen

Amazon ist zu einem zentralen Schauplatz dieses Konflikts geworden. Das Unternehmen erklärte, Metas Muse verstoße mit seinem „fortgesetzten Zugriff“ gegen die Richtlinien der Website. Berichten zufolge können auch Grok, der Agent von Instinct und OpenAIs Dots Amazon nicht nutzen.

Elon Musk, der Eigentümer von xAI, reagierte mit den Worten, er „sollte einen Konkurrenten zu Amazon gründen“.

Amazon hatte Perplexitys agentenbasierte Einkaufsfunktion zuvor untersagt und das Startup verklagt. Laut der Darstellung von Amazon, über die The Verge berichtete, hatte das Unternehmen Perplexity „wiederholt aufgefordert“, Agenten nicht mehr zum Einkaufen auf der Plattform einzusetzen. Amazon argumentierte, Dritte, die für Kunden einkaufen, sollten sich zu erkennen geben und die Entscheidung eines Dienstleisters respektieren, ob er sich beteiligt.

Perplexity hielt dagegen, Amazon wolle die menschliche Wahrnehmung seiner Werbung bewahren. Das Unternehmen beschrieb seinen Agenten als Verlängerung des Kunden und warf Amazon vor, sich gegen die Möglichkeit von Nutzern zu stellen, Aufgaben zu delegieren.

Ein Richter ordnete an, dass Perplexity die agentenbasierten Einkäufe einstellen müsse. Ein Berufungsgericht hob diese Entscheidung jedoch im August auf. Anschließend reichte Amazon eine geänderte Klageschrift ein. Der vorliegende Bericht nennt kein Jahr für die Entscheidung im August.

Meta setzt auf Partnerschaften statt uneingeschränktem Zugang

Meta argumentiert, dass die Ablehnung eines persönlichen Agenten faktisch auch die Kunden zurückweist, die ihn steuern. In einem Beitrag, den The Verge als früher in diesem Monat erschienen beschrieb, erklärte das Unternehmen, es wolle lieber mit Unternehmen zusammenarbeiten, um deren Bedenken auszuräumen.

Dieser Ansatz führt bereits zu autorisierten Integrationen. Meta hat Partnerschaften mit Walmart, Gap, Sephora, Best Buy und weiteren Händlern, die es Muse erlauben, auf deren Websites einzukaufen. Auch Shopify hat sein Netzwerk aus Online-Shops für KI-Agenten geöffnet.

Autorisierter Zugang beseitigt betriebliche Probleme jedoch nicht unbedingt. Nicht überprüfte Nutzerbeiträge beschreiben Fehler beim Bezahlvorgang bei Walmart trotz der Partnerschaft mit Meta. Separate Reddit-Berichte behaupten, Google habe einige Konten, die Muse nutzen, nach der Erkennung „verdächtiger Aktivitäten“ gesperrt. Dabei handelt es sich um Nutzerberichte und nicht um bestätigte Mitteilungen der Unternehmen.

OpenAI und Google hatten bis zur Veröffentlichung nicht auf die Anfragen von The Verge um eine Stellungnahme reagiert. Instinct lehnte einen Kommentar ab.

Anti-Bot-Abwehr kann Agenten nicht immer von Missbrauch unterscheiden

Manche Sperren könnten auf bestehende Sicherheitssysteme zurückgehen und nicht auf eine Richtlinie, die sich gezielt gegen KI-Agenten für Verbraucher richtet. Anti-Bot-Kontrollen bewerten üblicherweise automatisierte Navigation, wiederholte Aktionen und ungewöhnliches Kontoverhalten. Genau diese Muster kann ein autonomer Agent auch erzeugen, wenn er rechtmäßige Anweisungen ausführt.

Chris Canal, CEO des KI-Sicherheitsprüfers EquiStamp, sagte The Verge, Schutzmaßnahmen gegen Betrug und Hacking erfassten auch KI-Agenten. Er rechnet damit, dass Nutzer bei alltäglichen Käufen häufiger Prüfungen begegnen, mit denen sie beweisen müssen, dass sie Menschen sind.

Auch Infrastrukturanbieter geben Betreibern von Websites mehr Kontrolle über automatisierte Zugriffe. Cloudflare führte 2025 eine Option mit einem Klick ein, um KI-Crawler zu blockieren. Später blockierte das Unternehmen auch Crawler, die Website-Inhalte sowohl für die Suchindexierung als auch für das Training von KI-Modellen sammeln.

Crawler-Kontrollen und Einschränkungen für transaktionale Agenten sind nicht identisch. Das eine betrifft das automatisierte Sammeln von Website-Inhalten, das andere kann verhindern, dass Software in Einkaufs-, Reise- oder Finanzprozessen handelt. Zusammen zeigen sie jedoch, dass der Zugang von Agenten von den Regeln und Abwehrmechanismen jedes externen Dienstes abhängt.

Für Verbraucher ist die praktische Grenze, dass ein KI-Agent den Abschluss einer Aufgabe nicht garantieren kann, nur weil er eine Website navigieren kann. Bank-, Reise- und Einkaufsaufgaben können bei der Authentifizierung, bei der Anti-Bot-Prüfung oder beim Bezahlvorgang enden und den Nutzer zwingen, selbst weiterzumachen. Canal sagte, breitere Einschränkungen könnten auch den wahrgenommenen Nutzen von Agentenprodukten etwa von OpenAI und Anthropic verringern, weil sie die Zahl der nützlichen Aufgaben reduzierten, die diese Produkte erledigen können.

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Quellen

Dieser Artikel ist eine eigenständige Aufbereitung auf Basis der folgenden Quellen.

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