ENGIE hat bestätigt, dass Angreifer Daten von Kunden in Frankreich gestohlen haben, nachdem sie eine Marketingplattform kompromittiert hatten, die von Geschäftspartnern genutzt wird. BleepingComputer berichtete am 27. Oktober. Das Energieunternehmen erklärte, es habe den Zugriff der Angreifer unterbunden, und seine internen IT-Systeme seien nicht kompromittiert worden.
Ein Sprecher von ENGIE sagte gegenüber dem Medium, das Unternehmen habe ungewöhnliche Datenzugriffe in einem Tool festgestellt, das Partner nutzen, um Interessenten zu finden und Energieangebote zu vermarkten. ENGIE hat nicht mitgeteilt, wie viele Kunden betroffen waren oder wann der Einbruch stattfand.
Nach den bisherigen Untersuchungen des Unternehmens beschränkten sich die betroffenen Informationen auf Kontaktdaten der Kunden und bestimmte Angaben zu Energieverträgen. Laut ENGIE waren keine Bankdaten betroffen.
Die von BleepingComputer beschriebenen Benachrichtigungsschreiben an Kunden geben ein genaueres Bild der abgerufenen Informationen: Vor- und Nachnamen, Postanschriften, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Kennungen der Delivery Points (PDL) oder Metering-and-Estimation-Points (PCE), Kundennummern und Vertragsnummern.
ENGIE hat die zuständigen Behörden informiert und betroffene Kunden einzeln benachrichtigt. Zudem hat das Unternehmen diese Kunden auf Vorsichtsmaßnahmen gegen mögliche Betrugsversuche und Phishing hingewiesen, was angesichts der Offenlegung von Kontakt- und Vertragsdaten naheliegt. Der Bericht belegt nicht, dass solche Versuche tatsächlich stattgefunden haben.
ENGIE hat den Angriff keiner bestimmten Gruppe zugeordnet. BleepingComputer zufolge hatte sich vor der Veröffentlichung weder eine Ransomware-Operation noch eine Erpressergruppe öffentlich zu dem Einbruch bekannt.




