Ein Cyberangriff hat am Montag, dem 26. Oktober, das University of New Mexico Health System lahmgelegt. Etwa zwei Stunden lang mussten Rettungswagen umgeleitet werden, und ambulante Operationen sowie Termine wurden für den restlichen Tag ausgesetzt. Die Störung betraf auch das University of New Mexico Health Sciences Center einschließlich seiner akademischen und Forschungsbereiche, wie aus Aussagen hervorgeht, über die The Record berichtete.
Das Gesundheitssystem begann am späten Montagnachmittag, seine Systeme wiederherzustellen und den Betrieb wieder aufzunehmen. In einem Update am selben Abend teilte ein Sprecher mit, dass die Termine am Dienstag, dem 27. Oktober, wie geplant stattfinden sollten. Patientinnen und Patienten, deren Termine oder Eingriffe am Montag abgesagt worden waren, sollten neue Termine erhalten.
Der geplante Neustart der klinischen Versorgung galt nicht für Lehre und Forschung. Der Unterricht am Dienstag wurde an der School of Medicine, am College of Nursing, am College of Pharmacy und am College of Population Health abgesagt, einschließlich des Online- und Fernunterrichts. Die akademischen und Forschungseinheiten der UNM Health Sciences sollten am Dienstag ebenfalls geschlossen bleiben. Nicht unbedingt notwendige Beschäftigte des Health Sciences Center wurden gebeten, zu Hause zu bleiben.
Während der Störung am Montag wurden Rettungswagen in Kliniken in Albuquerque und Santa Fe umgeleitet. Das betroffene Gesundheitssystem betreibt die einzige Verbrennungsstation, das einzige Kinderkrankenhaus und das einzige Level-1-Traumazentrum New Mexicos. Außerdem versorgt es einen großen Teil der nicht versicherten Bevölkerung des Bundesstaates.
Die Organisation erklärte, ihr IT-Team habe Schritte zur Eindämmung des Angriffs eingeleitet und die US-Bundesstrafverfolgung informiert. Lokale Nachrichtenberichte, die The Record zitierte, besagen, dass Beschäftigte telefonische Warnmeldungen erhielten. Darin wurden sie angewiesen, Desktop-Computer herunterzufahren und vom Strom zu trennen sowie mobile Geräte vom WLAN des Krankenhauses zu trennen.
Laut The Record bekannte sich am Montagabend eine Ransomware-Gruppe namens BYOD zu dem Angriff. Die Gruppe behauptete, sie habe 36.000 Rechner auf dem Hauptcampus der Universität und im Krankenhaus kompromittiert und Informationen über Studierende, Patientinnen und Patienten sowie Beschäftigte gestohlen. Dabei handelt es sich um Behauptungen der Angreifer. Sie belegen weder eine verifizierte Zahl kompromittierter Geräte oder betroffener Personen, noch bestätigen sie einen Datendiebstahl.
Der Sprecher beantwortete die Fragen von The Record nicht, ob Ransomware im Spiel war. In der Stellungnahme vom späten Montag erklärte die Organisation, dass eine laufende Ermittlung der Strafverfolgungsbehörden einschränke, was sie offenlegen könne.




