Britischer Soldat nach Handy-Hack und Erpressung verurteilt

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Britischer Soldat nach Handy-Hack und Erpressung verurteilt
Datenlecks

Illustration mit KI erzeugt

Ein britischer Soldat wurde zu zehn Monaten Haft und einer Degradierung verurteilt, nachdem er eingeräumt hatte, einem Befehl nicht gefolgt zu sein, die SIM-Karte seines Telefons vor dem Einsatz in Estland zu entfernen. Ars Technica berichtete im November 2026, dass während des Einsatzes Nacktfotos von Daniel Barton-Kennedys Telefon zu seiner Erpressung genutzt wurden.

Der Fall betrifft die Sicherheit privater Geräte von Soldaten, die an der Übung Eastern Warrior in Tapa teilnahmen, rund 145 Kilometer (etwa 90 Meilen) westlich der russischen Grenze. Die estnische Zeitung Eesti Ekspress, die als Erste über den Fall berichtete, stellte Ars ein 21-seitiges Dokument eines britischen Berufungsgerichts zur Verfügung, in dem die Befehle, die Erpressung und das Disziplinarverfahren beschrieben werden.

Befehle vor dem Einsatz

Barton-Kennedy war Korporal mit mehr als sieben Dienstjahren im 1. Bataillon des Duke of Lancaster Regiment der British Army, als die Ereignisse im Januar 2026 begannen.

Bei einer Einweisung am 7. Januar im Vereinigten Königreich wurden die Angehörigen seiner Einheit angewiesen, die SIM-Karten zu entfernen, die Standortdienste auszuschalten und auf allen privaten elektronischen Geräten ein vertrauenswürdiges virtuelles privates Netzwerk (VPN) zu verwenden. Ein VPN leitet den Internetverkehr über eine verschlüsselte Verbindung. Nach ihrer Ankunft in Estland, einige Tage später, erhielten sie weitere Einweisungen und Erinnerungen.

Dennoch behielt Barton-Kennedy seine SIM-Karte im Telefon. Ars beschrieb das Gerät als gehackt. Der Gerichtsbericht, auf den sich Ars berief, schilderte, dass eine unbekannte Person Nacktfotos aus dem Fotobereich des Telefons erlangte und ihn über soziale Medien identifizierte.

Am 19. Januar informierte er seinen Zugführer über die Erpressung. Zunächst war er bereit, dem Angreifer 100 £ (133 $) zu zahlen, lehnte jedoch eine spätere Forderung über 250 £ (333 $) ab und meldete den Vorfall anschließend.

Schuldeingeständnis und erfolglose Berufung

Vor einem Kriegsgericht am 30. Juli bekannte sich Barton-Kennedy des Ungehorsams gegenüber einem rechtmäßigen Befehl schuldig. Die Gerichtsakte besagt, dass er die Befehle verstanden habe, aber darum bat, seine persönlichen Umstände zu berücksichtigen: Ohne sein Telefon könne er seine Tochter nicht zu deren Geburtstag erreichen und auch nicht seine schwangere Partnerin.

In einer schriftlichen Erklärung schilderte er, wie schockiert er über die erste Erpressungsnachricht war, und erklärte, er habe die Pflicht erkannt, die Kompromittierung ohne weiteren Verzug zu melden. Er drückte sein tiefes Bedauern aus und bezeichnete den Dienst in der Armee als eines der größten Privilegien seines Lebens.

Seine Berufung gegen das Urteil wurde im August 2026 abgelehnt.

Für Soldaten im Einsatz umfassten die konkreten Anweisungen in diesem Fall SIM-Karten, Standorteinstellungen und die VPN-Nutzung auf privaten Geräten. In einer Stellungnahme gegenüber Ars erklärte die Sprecherin der British Army, Lt. Col. EP Mackie, die Maßnahmen dienten dem Schutz der Sicherheit des Personals. Verstöße, die die persönliche Sicherheit oder die Einsatzsicherheit potenziell gefährden könnten, würden schnell geahndet und könnten zu kompromissloser disziplinarischer Verfolgung führen.

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Quellen

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