Windows-Server-Updates vom Oktober 2026 können Exchange-OWA und Mailfluss stören

Microsoft bestätigt: Oktober-Server-Updates 2026 können OWA-Login und Mailfluss bei Exchange stören. Hintergründe, Anzeichen und Workaround im Überblick.

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Windows-Server-Updates vom Oktober 2026 können Exchange-OWA und Mailfluss stören
Schwachstellen

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Microsoft hat bestätigt, dass die Windows-Server-Sicherheitsupdates vom Oktober 2026 auf einigen lokal betriebenen Exchange-Server-Systemen den E-Mail-Zugriff und die Zustellung stören können.

Das Problem betrifft Exchange-Umgebungen, die auf Windows Server 2019 oder neueren Versionen laufen, wie BleepingComputers Bericht vom 19. Oktober 2026 angibt. Microsoft zufolge kann jede Exchange-Version, die auf einem betroffenen Windows-Release installiert ist, auf das Problem stoßen. Die Auswirkungen variieren jedoch mit der Serverlast, und manche Systeme zeigen unter Umständen nie Symptome.

Anwender können sich möglicherweise nicht bei Outlook on the Web (OWA) anmelden. Über Outlook gesendete Nachrichten können im Postausgang hängen bleiben, ohne zugestellt zu werden. Außerdem kann Exchange während der Postfachreplikation Schwierigkeiten haben, auf Postfächer zuzugreifen.

Endpoint-Mapper-Limit könnte bei hoher Last zu knapp sein

Microsoft führt das Verhalten auf eine Änderung im Windows-Sicherheitsupdate vom Oktober 2026 zurück. Das Update hat eine standardmäßige Beschränkung des Speichers eingeführt, den der Endpoint Mapper bei der Verarbeitung von Endpoint-Lookup-Aufrufen nutzen kann.

Standardmäßig sind 512 gleichzeitige Endpoint-Lookup-Aufrufe zulässig. Microsoft zufolge könnte dieser Wert für Exchange Server unter hoher Last unzureichend sein. Ein Registrierungswert kann die maximale Anzahl gleichzeitiger Aufrufe und damit den Speicher erhöhen, den der Endpoint Mapper nutzen kann.

Betroffene Kunden haben OWA-Ausfälle gemeldet, die von folgendem Fehler begleitet werden:

MapiExceptionMdbOffline: Unable to make connection to the server. (hr=0x80004005, ec=1142)

Außerdem kann die Ereignis-ID 1006 im Anwendungsprotokoll der Windows-Ereignisanzeige erscheinen. Diese von Kunden gemeldeten Muster geben Administratoren konkrete Anhaltspunkte, um OWA-, Mailfluss- oder Postfachreplikationsprobleme in ihrer Umgebung damit abzugleichen.

Microsoft zufolge hängen Schwere und Tempo der Auswirkungen von der Auslastung des Exchange-Servers ab. Das Problem wird daher voraussichtlich nicht alle Server gleichermaßen betreffen.

Microsoft stellt einen temporären Registry-Workaround bereit

Microsoft arbeitet an einer Korrektur. Bis dahin besteht der temporäre Workaround darin, die Endpoint-Mapper-Konfiguration auf jedem betroffenen Exchange-Server zu ändern.

Administratoren sollten auf dem Server eine Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten öffnen und folgenden Befehl ausführen:

reg add "HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Rpc" /v EpmapSavedContextCap /t REG_DWORD /d 65536 /f

Anschließend muss der Exchange-Server neu gestartet werden. Nach dem Neustart rät Microsoft Administratoren, die Umgebung zu beobachten und das Speicherlimit des Endpoint Mappers zu erhöhen, falls das Problem zurückkehrt.

Microsoft hat dieses Windows-Server-Problem außerdem von den Exchange-Server-Sicherheitsupdates vom Oktober 2026 abgegrenzt. Das Unternehmen erklärt, die Exchange-Updates verursachten das beschriebene Verhalten nicht, und rät Kunden davon ab, diese Exchange-Updates zu deinstallieren.

Bis zur endgültigen Korrektur sollten Administratoren, die Exchange auf Windows Server 2019 oder neueren Versionen betreiben, auf Anmeldefehler bei OWA, im Postausgang hängen gebliebene Outlook-Nachrichten, Probleme beim Postfachzugriff während der Replikation, den Fehler MapiExceptionMdbOffline und die Ereignis-ID 1006 achten.

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Quellen

Dieser Artikel ist eine eigenständige Aufbereitung auf Basis der folgenden Quellen.

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