TP-Link Omada: 15 ZTP-Schwachstellen können den Weg in Unternehmensnetzwerke ebnen
TP-Link Omada ZTP-Sicherheitslücken: 15 Schwachstellen behoben, die Unternehmensnetzwerke gefährden. Administratoren sollten Updates installieren.
Illustration mit KI erzeugt
Sicherheitslücken im berührungslosen Provisioning
TP-Link hat 15 Schwachstellen im Zero-Touch-Provisioning-Mechanismus (ZTP) des Omada-Ökosystems behoben. Die Analyse stammt von Forescout Vedere Labs.
Betroffen sind Omada-Controller, Gateways, Switches, Access Points und OLT-Plattformen sowie die Cloud-Dienste und mobilen Anwendungen von TP-Link, Omada und Omada Guard. Der Untersuchungsbereich umfasst außerdem weitere Geräte wie IP-Kameras und IoT-Produkte für den privaten Gebrauch.
Für 11 Schwachstellen wurden CVE-Kennungen vergeben:
- CVE-2025-9289–CVE-2025-9293;
- CVE-2025-15544;
- CVE-2025-15627–CVE-2025-15631.
Vier weitere Sicherheitslücken erhielten keine CVE-Kennung. Ein CVSS-Score wurde nicht veröffentlicht.
Angriffskette kann bis zur RCE führen
Die Schwachstellen lassen sich mit CVE-2025-7850 und CVE-2025-7851 kombinieren, zwei bereits bekannten Lücken zur Command Injection. In diesem Szenario kann ein Angreifer die clientseitige Codeausführung zu einer umfassenderen Kompromittierung ausweiten – bis hin zur Remote Code Execution (RCE).
Zu den beschriebenen Auswirkungen gehören:
- Übernahme oder Spoofing von Geräten;
- Zugriff auf Konfigurationen, Zugangsdaten und VPN-Schlüssel;
- Kompromittierung verschlüsselter Kommunikation;
- Diebstahl von Cloud-Zugangsdaten durch in die Administrationsoberfläche eingeschleustes JavaScript;
- Änderung von Konfigurationen;
- Aufbau von VPN-Tunneln in interne Netzwerke;
- Eindringen in das Netzwerk über Controller und Client-Geräte.
Forescout identifizierte mehr als 1.800 aus dem Internet erreichbare Omada-Controller. Eines der analysierten Szenarien kombiniert vorhersehbare Seriennummern, Geräte-Impersonation, eine Race Condition während der Cloud-Einbindung und Standardzugangsdaten.
Der Controller kann dadurch zu einem Einstiegspunkt in normalerweise nicht exponierte interne Segmente werden – insbesondere dann, wenn er Geräte an mehreren Standorten verwaltet.
Was Administratoren tun sollten
Firmware-Updates sollten über das offizielle Omada-Portal installiert werden, wobei jedes betroffene Modell geprüft werden muss. Außerdem sollten die mit der Infrastruktur verbundenen mobilen TP-Link-Anwendungen aktualisiert werden.
Organisationen sollten:
- robuste, eindeutige Administratorkennwörter verwenden;
- die Multi-Faktor-Authentifizierung aktivieren;
- Controller nicht direkt dem Internet aussetzen;
- Passwörter, VPN-Schlüssel und andere Geheimnisse ändern, wenn ein Verdacht auf eine Kompromittierung besteht;
- ungewöhnliche Zugriffe, neue Konfigurationen und unerwartete VPN-Tunnel überwachen.
Das alleinige Einspielen der Patches schließt eine frühere Kompromittierung nicht aus. Omada-Netzwerke sollten daher zusätzlich auf nicht autorisierte Änderungen und möglicherweise bereits entwendete Zugangsdaten überprüft werden.
Quellen
Dieser Artikel ist eine eigenständige Aufbereitung auf Basis der folgenden Quellen.
In diesem Artikel behandelte CVEs
- CVE-2025-7851Kritisch9.8An attacker may obtain the root shell on the underlying OS system with the restricted conditions on Omada gateways.
- CVE-2025-9293Hoch8.1A vulnerability in the certificate validation logic may allow applications to accept untrusted or improperly validated server identities during TLS communication. An attacker in a privileged network position may be able to intercept or modify traffic if they can position themselves within the commun
- CVE-2025-15627Hoch7.5A cryptographic weakness exists in the Omada adoption protocol. The protocol relies on hard-coded cryptographic keys to establish trust and protect authentication exchanges between controllers and managed devices during device adoption. An attacker may be able to impersonate trusted contro
- CVE-2025-7850Hoch7.2A command injection vulnerability may be exploited after the admin's authentication on the web portal on Omada gateways.
- CVE-2025-15544Mittel5.9A cryptographic weakness exists in the Omada device adoption process. During adoption, authentication credentials associated with site management are transmitted using a weak hashing algorithm that does not provide sufficient protection. An attacker who successfully intercepts adoption-re
- CVE-2025-15631Mittel5.9A cryptographic weakness exists in affected Omada devices where site credentials are protected using a legacy hashing algorithm that does not provide sufficient protection. An attacker who obtains access to stored credential data may be able to recover valid credentials to gain unauthorized
- CVE-2025-9289Mittel4.7A Cross-Site Scripting (XSS) vulnerability was identified in a parameter in Omada Controllers due to improper input sanitization. Exploitation requires advanced conditions, such as network positioning or emulating a trusted entity, and user interaction by an authenticated administrator. If successfu




