Docker Hub behebt CVE-2026-105445 und blockiert tokenbasierte Identitätsvortäuschung

Docker schloss CVE-2026-105445 in Docker Hub: PATs wurden bei Konto-Umwandlung übertragen. Laut Docker keine Hinweise auf Missbrauch.

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Docker Hub behebt CVE-2026-105445 und blockiert tokenbasierte Identitätsvortäuschung
Schwachstellen

Illustration mit KI erzeugt

Docker hat eine kritische Schwachstelle in Docker Hub geschlossen, durch die ein Angreifer mit einem persönlichen Zugriffstoken (PAT) die Identität eines anderen Nutzers in der Container-Registry annehmen und unter legitimen Namen veröffentlichte Images verändern konnte.

Das Problem mit der Kennung CVE-2026-105445 betraf den Prozess, mit dem ein persönliches Docker-Hub-Konto in eine Organisation umgewandelt wird. Je nach Umfang des Tokens und den Berechtigungen des Zielnutzers konnte ein Angreifer Images in Repositories, auf die dieser Nutzer zugreifen konnte, abrufen, hochladen oder löschen.

Docker erhielt den Bericht zur Schwachstelle und spielte am 30. September 2026 einen Fix in die Produktivumgebung ein. Die Behebung war laut einem Bericht von BleepingComputer vom 13. Oktober 2026 in weniger als vier Stunden abgeschlossen.

Kontenumwandlung übertrug Tokens ohne Zustimmung

Der Fehler lag seit dem 26. August 2024 vor, als Docker Hub bei der Umwandlung eines persönlichen Kontos in eine Organisation begann, das bestehende PAT des Kontos auf den vorgesehenen Eigentümer zu übertragen.

Das Geheimnis des Tokens wurde weder geändert noch widerrufen, und die als Organisationseigentümer ausgewählte Person musste der Zuweisung nicht zustimmen.

Nach dem von Docker beschriebenen Angriffsszenario konnte ein Angreifer Folgendes tun:

  1. Ein Docker-Hub-Konto anlegen und ein PAT erzeugen.
  2. Dieses Konto in eine Organisation umwandeln.
  3. Das vorgesehene Opfer als Eigentümer der Organisation festlegen.
  4. Das ursprüngliche PAT weiterverwenden, das Docker Hub nun dem Opfer zuordnete.

Die Identitätsvortäuschung fand auf der Ebene der Registry statt und nicht über die Weboberfläche von Docker Hub. Docker erklärte, das Token habe keinen Webzugriff auf das Konto des Ziels geboten und könne weder das Passwort, die E-Mail-Adresse noch die Einstellungen zur Zwei-Faktor-Authentifizierung des Opfers ändern.

Auch unter diesen Einschränkungen bargen die Berechtigungen in der Registry ein erhebliches Risiko für die Lieferkette. Ein übertragenes Token konnte auf den Repositories des Ziels und auf Repositories von Organisationen, auf die das Ziel zugreifen konnte, arbeiten, und zwar im Rahmen des Umfangs des PAT und der bestehenden Berechtigungen des Opfers. Dazu gehörte auch die Veröffentlichung manipulierter Images unter einer etablierten Identität.

Docker änderte die Umwandlung und deaktivierte übertragene PATs

Docker Hub überträgt PATs bei der Umwandlung eines persönlichen Kontos in eine Organisation nicht mehr. Der Dienst verlangt außerdem jetzt die Zustimmung eines Nutzers, bevor dieser als Organisationseigentümer eingetragen werden kann.

Docker benachrichtigte betroffene Nutzer und Organisationseigentümer am 2. Oktober. Am 8. Oktober deaktivierte das Unternehmen übertragene PATs, sofern deren Eigentümer nicht ausdrücklich darum gebeten hatten, sie aktiv zu lassen.

Laut den Hinweisen von Docker sollten Nutzer, die keine Benachrichtigung erhalten haben, davon ausgehen, nicht betroffen zu sein, und müssen keine Maßnahmen ergreifen.

Prüfung fand keine Hinweise auf Missbrauch

Docker gab an, 304.000 mit übertragenen Tokens durchgeführte Pushes untersucht und öffentliche Images analysiert zu haben, die das Unternehmen als hohes Risiko eingestuft hatte. Das Unternehmen teilte mit, keine Hinweise darauf gefunden zu haben, dass Angreifer CVE-2026-105445 ausgenutzt hätten.

Diese Zahl bezieht sich auf die geprüften Push-Vorgänge und nicht auf die Zahl betroffener Nutzer, Konten oder Organisationen. Die Schlussfolgerung von Docker stützt sich auf die eigene Untersuchung, wie sie im Bericht vom 13. Oktober wiedergegeben wird.

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Quellen

Dieser Artikel ist eine eigenständige Aufbereitung auf Basis der folgenden Quellen.

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