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Der 113 GB große gefälschte GTA-VI-Leak deaktiviert Windows Defender: So nutzen Cyberkriminelle den Hype aus
Ein gefälschter 113 GB GTA VI Leak enthält Malware, die Windows Defender deaktiviert. Erfahren Sie, wie Cyberkriminelle den Hype ausnutzen und wie Sie sich schützen.
Von künstlicher Intelligenz erzeugter Text, ohne menschliche Überprüfung veröffentlicht. KI-Transparenz
Am 22. August 2026 analysierte der Forscher @Aidas29506493 eine 113 GB große Datei, die auf X als spielbarer Build von Grand Theft Auto VI ausgegeben wurde. Das Ergebnis ist eine Warnung an alle, die nach Abkürzungen suchen: Fast die gesamte Datei ist leer, und der kleine Teil, der nicht leer ist, enthält Malware.
Ein 113-GB-Köder, geboren aus der Leak-Welle
Die echten Leaks des als CyberLeek bekannten Leakers, der Gameplay-Clips und Karten aus Protest gegen die digitalen Vorbestellungspläne von Rockstar verbreitet, haben die Jagd nach GTA-VI-Vorabinformationen angeheizt. Auf X forderte jemand seine Follower auf, sich zu „opfern“ und ein 113 GB großes Archiv zu testen, das als spielbarer Build präsentiert wurde. Die Datei wurde am 22. August von @Aidas29506493 analysiert, der sie als vollständig gefälscht und voller Viren bezeichnete.
Die Wahl einer riesigen Datei ist kein Zufall: Sie soll den Köder glaubwürdig machen. Ein noch nicht erschienenes AAA-Spiel mit umfangreichen Karten und Assets kann plausibel über hundert Gigabyte groß sein. Hier ist die Größe jedoch eine Täuschung.
Im Archiv: 50 KB Schadcode und 99,99 % Nullen
Der Forscher erklärte, dass die Datei keine 100 GB echten Code enthält. Die schädliche Nutzlast ist etwa 50 KB groß und zu 99,99 % mit Nullen aufgefüllt – leere Daten, kein Spielinhalt. Das Ziel ist, automatisierte Prüfungen zu umgehen und oberflächliche Analysen zu erschweren.
Der dekompilierte Bytecode zeigt, was diese kleine Nutzlast tatsächlich tut. Zuerst führt sie einen PowerShell-Befehl aus, der das gesamte Laufwerk C:\ von der Windows-Defender-Überprüfung ausschließt: Add-MpPreference -ExclusionPath %SystemDrive%\. Anschließend verwendet sie taskkill -f, um aktive Sicherheitssoftware zu beenden.
Das ist kein versehentlicher Nebeneffekt. Es ist ein vorbereitender Schritt: Durch das Deaktivieren des Antivirus schafft die Malware die Voraussetzungen, um weitere Stufen ohne Blockade nachzuladen.
Die Infektionskette: erst entwaffnen, dann zuschlagen
Die Abfolge ist einfach, aber effektiv. Der Nutzer führt die Datei in der Annahme aus, eine Installation oder ein Spiel zu starten. Stattdessen beseitigt der Schadcode die Systemabwehr. Von diesem Moment an kann jede weitere schädliche Komponente ohne Hindernisse heruntergeladen und ausgeführt werden.
Die identifizierten Befehle sind spezifisch und gezielt. Add-MpPreference -ExclusionPath %SystemDrive%\ weist Defender an, das gesamte Systemlaufwerk zu ignorieren. taskkill -f beendet die Schutzprozesse. Wer die Datei ausführt, hat am Ende einen ungeschützten Rechner.
Laut Tom's Hardware handelt es sich nicht um einen Einzelfall. Während der Leak-Welle überschwemmten gefälschte GTA-6-Downloads Torrent- und Piraterie-Websites. IGN bestätigte, dass die Mischung aus authentischem CyberLeek-Material und manipulierten Dateien es schwer macht, sichere Inhalte zu erkennen.
Jenseits der Riesendatei: gefälschte Websites, Mobile-Apps und Phishing
Die 113 GB sind nicht die einzige Falle. Forscher haben gefälschte GTA-6-Websites beobachtet, die Windows-Installer auf Basis von DLL-Side-Loading anbieten – eine Technik, die legitime Programme nutzt, um Schadcode zu laden. Es gibt auch eine gefälschte App „GTA 6 Mobile“, die auf eine Domain weiterleitet, die mit Infostealern und Ransomware in Verbindung steht.
Auch gefälschte Login-Seiten für den Rockstar Social Club sind im Umlauf, die darauf abzielen, Anmeldedaten von Nutzern zu stehlen. Wer einen frühen Build sucht, riskiert, Konten, persönliche Daten und die Kontrolle über das Gerät zu verlieren.
Kaspersky hat das Ausmaß des Phänomens dokumentiert: über 19 Millionen Malware-Downloadversuche, die als beliebte Spieletitel getarnt waren, in einem einzigen Jahr. GTA, Minecraft und Call of Duty sind die am häufigsten missbrauchten Marken. Der Mechanismus ist erprobt: Die Vorfreude auf ein heiß ersehntes Spiel wird ausgenutzt, um infizierte Dateien zu verbreiten.
Was tun, um nicht in die Falle zu tappen
Es ist keine legitime spielbare Build von GTA VI im Umlauf. Der Start ist für den 19. November auf Konsolen geplant, eine PC-Version folgt später. Jede Datei, die vor diesem Datum eine spielbare Version verspricht, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Köder.
Die Empfehlungen sind konkret. Laden Sie keine inoffiziellen Builds von Torrent- oder Piraterie-Websites herunter: Wenn eine Datei zu gut erscheint, um wahr zu sein, schließen Sie den Tab. Halten Sie Windows Defender und andere Sicherheitstools aktiv und führen Sie niemals Befehle aus, die Ausschlüsse ändern oder sie beenden. Seien Sie misstrauisch gegenüber inoffiziellen Mobile-Apps, verdächtigen Login-Seiten und Windows-Installern aus ungeprüften Quellen.
Eine mehrere hundert Gigabyte große Datei für ein AAA-Spiel, das erst in Monaten erscheint, ist mit ziemlicher Sicherheit eine Täuschung und kein Leak. Wenn das nächste Mal jemand dazu aufruft, sich zum Testen zu „opfern“, ist die sicherste Antwort: nicht mitmachen.
Quellen
Dieser Artikel ist eine eigenständige Aufbereitung auf Basis der folgenden Quellen.
