DDoS-Angriff stört Internet, Anrufe und Videodienste von SkyNet in St. Petersburg

SkyNet meldet seit 6. Oktober DDoS-Störungen in St. Petersburg mit Problemen bei Internet, Anrufen und Video. BO Team beansprucht Angriff, unbestätigt.

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DDoS-Angriff stört Internet, Anrufe und Videodienste von SkyNet in St. Petersburg

Illustration mit KI erzeugt

Kundinnen und Kunden von SkyNet in St. Petersburg haben seit mehreren Tagen mit Verbindungsproblemen zu kämpfen. Der Internetanbieter erklärte, ein verteilter Denial-of-Service-Angriff (DDoS) störe sein Netz seit dem 6. Oktober.

In einer Erklärung vom Freitag, die The Record zitierte, warnte SkyNet, Teilnehmende könnten langsame Verbindungen, erhöhte Latenzzeiten sowie Unterbrechungen bei Online-Spielen, Sprachanrufen und Videokonferenzen erleben. Das Unternehmen teilte mit, es entschärfe den Angriff, nannte jedoch keinen Zeitplan für die Wiederherstellung des normalen Betriebs.

Die Probleme hielten nach dieser Erklärung an. Am darauffolgenden Dienstag verzeichnete der russische Dienst zur Überwachung von Störungen Detector404 weiterhin Kundenbeschwerden über Ausfälle des Glasfaserinternets, fehlgeschlagene WLAN-Verbindungen und hohe Latenzzeiten.

BO Team behauptet, mehr als 15.000 Geräte seien außer Betrieb gesetzt worden

Die ukrainische Hackergruppe BO Team, die auch unter dem Namen Black Owl bekannt ist, reklamierte die Angriffe auf die Infrastruktur von SkyNet am 14. September und am 5. Oktober für sich. Nach eigenen Angaben seien dabei mehr als 15.000 Netzwerkgeräte außer Betrieb gesetzt worden. Am Wochenende erklärte die Gruppe außerdem, eine schnelle Wiederherstellung sei nicht möglich.

Die Gruppe veröffentlichte zudem Screenshots, die sie als Beleg für den Zugriff auf interne Systeme von SkyNet darstellte. SkyNet hat weder den behaupteten unbefugten Zugriff noch die Zahl der außer Betrieb gesetzten Geräte bestätigt.

BO Team beschrieb die Aktion als Vergeltung für russische Angriffe auf ukrainische Rechenzentren. Dabei verwies die Gruppe auf Moskaus Verwendung der Formulierung „digital detox“ im Zusammenhang mit diesen Angriffen. Die Erklärungen der Gruppe belegen lediglich ihren Anspruch, für die Angriffe verantwortlich zu sein, nicht aber deren Umfang oder Vorgehensweise.

Die Darstellung von SkyNet und die Zeitangaben von BO Team beziehen sich auf unterschiedliche Ereignisse: Der Anbieter sprach von einer Störung seit dem 6. Oktober, während die Gruppe Angriffe am 5. Oktober und am 14. September behauptete.

Früherer Ausfall ohne belegten Zusammenhang

SkyNet war bereits Mitte September von einem erheblichen Ausfall betroffen. Der Anbieter führte diesen Vorfall auf einen technischen Fehler zurück, einige Kunden berichteten jedoch von Problemen, die mehrere Tage andauerten.

Die von BO Team behauptete Aktion vom 14. September fällt zeitlich möglicherweise mit diesem Ausfall zusammen. Eine Verbindung zwischen beiden Vorgängen ist jedoch nicht belegt.

SkyNet ist seit 2003 aktiv und bietet in St. Petersburg Internetzugänge für Privathaushalte und Unternehmen, digitales Fernsehen, Telefonanschlüsse sowie Rechenzentrumsdienste an.

Kaspersky hat BO Team bereits als zunehmend unabhängige, prowestliche... (korrigiert:) als zunehmend unabhängige, proukrainische Bedrohungsgruppe beschrieben, die über eigene Ressourcen und Methoden verfügt. Neben offen störenden Angriffen haben Forscher die Gruppe auch mit Spionage und verdeckten Netzwerkeinbrüchen in Verbindung gebracht. Diese früheren Erkenntnisse liefern Kontext zur Gruppe, zeigen aber nicht, wie die aktuelle Störung bei SkyNet durchgeführt wurde.

Für betroffene Kunden bedeuten die unmittelbaren Folgen weiterhin eingeschränkte oder fehlende Verbindungen bei Internet-, Sprach- und Videodiensten. Die Schutzmaßnahmen von SkyNet laufen weiter; ein Termin für die Wiederherstellung wurde nicht angekündigt.

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Quellen

Dieser Artikel ist eine eigenständige Aufbereitung auf Basis der folgenden Quellen.

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